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Regionale Fachkräfteallianz sichert die berufliche Zukunft von Jugendlichen im Kreis Waldshut

26.06.2014

Eine arbeitsmarktpolitische Forderung des Koalitionsvertrages ist die flächendeckende Ein-richtung von Jugendberufsagenturen für Beratung und Unterstützung von unter 25-Jährigen. Bundestagsabgeordnete Gabriele Schmidt (CDU) nahm die Koalitionsvereinbarung zum An-lass, sich mit Norbert Sedlmair, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lörrach, über das Modell der Jugendberufsagentur auszutauschen und insbesondere wahlkreisspezifische Fragen zu erörtern. Der Vorsitzende der Geschäftsführung stellte im Gespräch klar, dass die Jugendarbeitslosigkeitsquote im Kreis Waldshut bei 1,7 Prozent lie-gen würde. Dies sei die geringste Quote seit nahezu 20 Jahren und eine der niedrigsten in Deutschland. Es gäbe zudem mehr Ausbildungsplätze als Bewerber; mit tendenzieller Zu-nahme des Ausbildungsstellenangebotes.

Ziel und Aufgabe von Jugendberufsagenturen ist es, eine zentrale Anlaufstelle zu schaffen und Unterstützung unter einem Dach zu bündeln, um einen direkten Übergang Schule-Beruf sicherzustellen. Im Landkreis Waldshut entwickelt eine spezifische Projektgruppe der Fach-kräfteallianz (bestehend aus Jobcenter, Arbeitsagentur, Schulamt und Jugendamt) das gute regionale Serviceangebot im Sinne einer „virtuellen Jugendberufsagentur“ weiter. Aus Sicht des Agenturchefs ist es kaum zielführend, ein Modell, welches in Hamburg oder in anderen großen Städten funktioniert und sinnvoll ist, eins zu eins auf einen Landkreis wie Waldshut zu übertragen. Weitere Themen waren das Sonderprogramm "Förderung der beruflichen Mobilität von aus-bildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen jungen Fachkräften aus Europa“ (MobiPro-EU) und die Situation der etwa 35.000 Grenzgänger aus dem Agenturbezirk, da-runter ca. 12.000 aus dem Kreis Waldshut. Das Programm MobiPro-EU dient der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Insbesondere in der Gastronomie und im Handel, wie bei verschiedenen EDEKA-Anbietern finden z.B. spanische Jugendliche, auch im Kreis Waldshut, einen Ausbildungsplatz und damit eine persönliche und berufliche Zukunft. Eine Fortsetzung des Programms, zumindest auf dem bisherigen Niveau, erscheint wünschens-wert.


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